Dienstag, August 22, 2017
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Sensible Blase? – Ratgeber und Tipps

Blasenschwäche ist nicht unbedingt eine Alterskrankheit, sondern etwas, das Jung und Alt betreffen kann. Wer eine schwache oder sensible Blase hat, muss keineswegs in seiner Lebensqualität eingeschränkt sein. Mit wenigen Tricks zur Anpassung des Lebensstils ist auch das Meistern von Blasenschwäche kein Problem.

Kurzinfo: Wie funktioniert unsere Blase?

Die Blase ist ein muskuläres Organ, dessen Aufgabe es ist, Urin zu sammeln. Wann sie geleert wird, darüber entscheidet man selbst. Dass das Füllen und kontrollierte Entleeren funktioniert, hängt vom harmonischen Zusammenspiel von Harnröhre, Harnblase und dem Schließmuskel der Beckenbodenmuskulatur ab. Den Vorgang der Blasenentleerung nennt man Miktion. Wenn sich die Blase füllt, steigt der Druck im Inneren der Blase an. Feine Rezeptoren in der Blasenwand registrieren den aktuellen Füllstand und melden ihn über die Nerven im Rückenmark an das Gehirn. Ist die Blase voll (ein Erwachsener kann zwischen 350 und 500 Milliliter sammeln, Kinder bis 240 Milliliter), kann das Gehirn ein Signal an den Schließmuskel senden, sodass dieser sich entspannt und die Blase entleert werden kann.

Schwache Blase

(c)Bigstockphoto.com/171342545/Yusapapaya

Ursachen erkennen und handeln

Jede vierte Frau und knapp jeder vierte Mann über 40 haben bereits Erfahrungen mit einer schwachen oder sensiblen Blase gemacht. Das heißt, dass in Österreich knapp eine Million Menschen mit irgendeiner Form von Blasenschwäche leben. Die Ursachen sind vielfältig. Untersuchungen zufolge, die hier im pdf-Format eingesehen werden können, ist die sensible Blase bei den meisten Personen auf eine Beckenbodenschwäche zurückzuführen. Es ist vollkommen normal, dass die Stabilität der Beckenbodenmuskeln mit zunehmendem Alter etwas nachlässt. Auch eine Schwangerschaft kann zu einem schwächeren Beckenboden führen, da die Muskeln bei der Geburt sehr stark gedehnt werden.

Beckenbodenmuskeln und damit auch die Funktion der Blase können aber ganz einfach wieder gestärkt werden, sodass sie tadellos funktionieren. Dazu reicht oftmals ein leichtes Beckenbodentraining für wenige Minuten täglich aus. Auf tena.at findet man einige Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur und viele weitere Informationen zum Thema Blasenschwäche. Beckenbodengymnastik dient übrigens auch als hervorragende Vorbeugungsmaßnahme und wird deshalb jedem empfohlen.

Tipps zur Lebensführung

Neben der Stärkung der Beckenbodenmuskulatur gibt es noch weitere Tricks, die dabei helfen, unbeschwert durch den Alltag zu gehen. Wichtig ist es zum Beispiel, täglich ausreichend Flüssigkeit zu trinken. In der Regel sollte die Menge zwischen 1,5 und 2 Litern betragen. Weniger trinken bedeutet nämlich nicht automatisch, dass man weniger Harndrang verspürt. Ganz im Gegenteil: Bei wenig Flüssigkeit konzentriert sich der Urin in der Blase, sodass die Rezeptoren stärker gereizt und die Blase aktiver wird. Auf Festen und Feierlichkeiten sollten Kaffee, Alkohol und kohlensäurehaltige Getränke nur in geringen Mengen verzehrt werden, denn sie haben eine große harntreibende Wirkung. Wer sich unterwegs unsicher fühlt, kann auf zahlreiche Produkte speziell für sensible Blasen zurückgreifen. Slipeinlagen, Einlagen, Protektoren, schützende Unterwäsche – es gibt vielseitige Möglichkeiten, die man nutzen kann, um sich unterwegs sicher und unbeschwert zu fühlen.

 

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