Sonntag, Oktober 22, 2017
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Ebensee am Traunsee

Ebensee befindet sich in einer Talsenke am westlichen Ufer des Traunsees. Durch die Salzkammergut Bundesstraße gelangt man nach Gmunden, Vöcklabruck und in die entgegengesetzte westliche Richtung nach Bad Ischl und Salzburg.
Die Schifffahrt ist seit jeher ein wichtiger Transportfaktor für die Menschen.
Durch Ebensee durch führt die Salzkammergutbahn, die bis ins steirische führt. Viele Pendler benutzen sie in beide Richtungen.
Mit der Seilbahn kann man auf den bekannten Feuerkogel hinauf fahren. Die Weitsicht ist enorm und ein Freiheitsgefühl für Geist und Seele entsteht.

Zeitgeschichtlich gibt es über Ebensee, das seit 1929 zur Marktgemeinde erklärt wurde, bereits seit 1447 zu berichten. Einst gehörte die Gegend zum Herzogtum Steiermark.

Auch Ebensee profitierte vom Salz. Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Errichtung eines neuen Pfannhauses für Hallstatt beschlossen, da das Pfannhaus in Hallstatt nicht erweiterbar war. So entstand die bis heute bekannte Saline. 1607 wurde in Ebensee das erste Salz gesotten werden. Der Aufwand der durch diesen Bau entstand, war für damalige Verhältnisse enorm. 40 km Pipelines (Soleleitungen) führten von Hallstatt nach Ebensee. Arbeiter, Holzknechte kamen von Hallstatt und Aussee zur täglichen Arbeit. Beachtlicht ist, dass diese Leitung auch heute noch in Berieb ist!

Die katholische Kirche errichtete 1729 für die schon 1000 Bewohner von Ebensee ein Gotteshaus welches dem Kloster Traunkirchen untersteht.
Ein Großbrand zerstörte viele Häuser und den Kirchturm im Jahr 1835. Erst 1953 wurde die evangelische Kirche im Ort errichtet und eingeweiht.

Die Märzrevolution 1848 war in Ebensee empfindlich spürbar und es wurde eine Nationalgarde aufgestellt.

Eine bis heute hilfreiche technische Errungenschaft, den Telegrafen, bekamen die Ebenseer im Jahr 1866! Der elektrische Strom hielt 1907 in Ebensee Einzug.
Schwere Zeiten suchten auch diesen Salzkammergutort heim. Der erste Weltkrieg, die Hungersnot, Aufstände, der erste im Jahr 1733 die Faschinsdienstagrevolte der Salinebergwerksarbeiter. Danach 1934 beteiligten sich viele Ebenseer Arbeiter am Generalstreik während des österreichischen Bürgerkriegs, welcher durch das Bundesheer niedergeschlagen wurde.

Trauriger Teil der Geschichte von Ebensee ist auch der Bau eines Konzentrationslagers. Ein Nebenlager vom KZ Mauthausen. Die Befreiung der Gefangenen des Lagers geschah am 6. Mai 1945.

Kulturell und fortschrittlich offen gestaltet sich Ebensees Zukunft durch die Pflege von Brauchtum und den Schätzen.
1988 verdiente sich Ebensee den Titel der „jugendfreundlichsten Gemeinde Österreichs“!
Den oberösterreichischen Landeskulturpreis und den oberösterreichischen Förderungspreis für alternative Kulturarbeit erhielt das KV Kino Ebensee im Jahr 1992.

Zu besuchen und bestaunen gibt es vieles in und rundum Ebensee. Zum Beispiel sind ein beliebtes Ziel die Gassel-Tropfsteinhöhlen Nähe des Erlakogels. Der Verein für Höhlenkunde Ebensee betreut diese touristische Atraktion. Der Rindbach-Wasserfall, den Kaiserweg, das Naturschutzgebiet Langbathseen, welches sich in Vorderem und Hinterem Langbathsee teilt. Im Vorderen Langbathsee liegt das Jagdschloß Langbathsee, welches einst für Kaiser Franz Josef erbaut wurde.

Kurz und Gut, ein Paradies für Berg- und Talwanderer, die neben der fantastischen Fernsicht, den Naturgegebenheiten, ihrem Alltag entschwinden möchten.

Ebensee am Traunsee
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