Dienstag, August 22, 2017
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St. Wolfgang

Sein Name kommt vom Heiligen Wolfgang der Bischof von Regensburg war und um 976 im Kloster Mondsee Zuflucht suchte. Das Kloster wurde 748 nach Christus vom Bayernherzog Odilo gegründet und wurde bis ins Jahr 1791 geführt. Viele Sagen und Legenden ranken sich um die zahlreichen Wunderheilungen die Quelle am Falkenstein und trugen dazu bei, die frommen Leute in die kleine Aberseekirche, genannt das Kirchlein im Wolfangland, zu sammeln.

St. Wolfgang galt jeher als Wahlfahrtsort und bekam 1318 eine Wahlfahrtskirche, welches im 15. Jahrundert prächtig ausgebaut wurde. Ein für die Pilger bedeutsamer Brunnen wurde im Jahr 1515 vor der Kirche aufgestellt. Michael Pacher fertigte den Flügelaltar für das Gotteshaus, der Barockaltar stammt von Thomas Schwanthaler. Meinrad Guggenbichler vollendete das Ganze mit seinen barockbildhauererischen Werken. Mit dem Einzug der Reliquien des Heiligen Wolfgang wurde die Kirche zum Magneten vieler Menschen bis heute. St. Wolfgang zählte zur Zeit der Wahlfahrtshochzeit zur viertgrößten Pilgerstätte.

Später brachte zusätzlich die Anwesenheit der Kaiserfamilie in Bad Ischl einen touristischen Aufschwung in die Marktgemeinde St. Wolfgang. Gäste aus Nah und aus Fern, genießen den Aufenthalt am Ufer des Wolfgangsees. Genießen eine Schifffahrt mit dem berühmten Raddampfer „Kaiser Franz Josef“ von 1873, oder fahren mit der Zahnradbahn, welche seit 1893 in Betrieb ist, auf den Schafbergspitz und blicken rundum ins Salzkammergutland.

Der Wolfgangsee teilt  sich in Aber- und Wolfgangsee und liegt im Traunviertel und ist einer der beliebtesten Badeseen im Salzkammergut. Zu den Ortsteilen gehören: Aschau, Au, Bürglstein, Graben, Markt, Mönichsreith, Radau, Rußbach, Schwarzenbach, Weinbach, Windhag, Wirling. St. Wolfgang, welcher als Luftkurort gilt, ist von seinen Nachbarorten am Seeufer durch größere Erhebungen getrennt. St. Wolfgang wird einerseits durch den hohen Bürgl bei Strobl sowie den  Falkenstein und den Saurüssel Richtung St. Gilgen getrennt.

Berühmte Künster, Maler, Bildhauer, Komponisten hielten sich in St. Wolfgang auf und hinterließen überall ihre Spuren. Während der Zeit des zweiten Weltkrieges war sogar die Premiere des Lustspieles „im weißen Rössl am Wolfgangsee“, aufgeführt in Berlin. Aufgrund dieses Erfolges reisten Filmgrößen und Stars aus allen Himmelsrichtungen sogar per Wasserlugzeug 1930 direkt vor dem Grand Hotel an.

Trotz seines Bekanntheitsgrades hat sich St. Wolfgang seinen dörflichen Charakter erhalten können. Der Ortskern ist sehr dicht bebaut und die umliegenden landwirtschaftlichen Flächen werden von schönen Bauernanwesen geschmückt.

Das Wolfgangland war wirtschaftlich seit frühester Zeit ein Bauernland mit einem sich durch die Wallfahrt um die Kirche entwickelnden handwerklichen Ortskern, der durch die touristische Entfaltung und Erschließung einen fortschrittlichen Aufschwung nahm.

 

 

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