Sonntag, Juli 21, 2019
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Mondsee will es wissen: Studie soll die Zukunft der Zusammenarbeit mit den Landgemeinden klären

Vierer-Verwaltungsgemeinschaft, Fusion oder es soll so bleiben, wie es ist: Die Zusammenarbeit der Mondseelandgemeinden Mondsee, Tiefgraben, St. Lorenz und Innerschwand wird seit mehreren Jahren thematisiert und diskutiert. Auch die oö. Landesregierung und der oö. Rechnungshof forderten bereits 2016 zu konkreten Maßnahmen hinsichtlich einer verstärkten Zusammenarbeit auf. Eine Studie, die die Marktgemeinde Mondsee beauftragt hat und im April gestartet wurde, soll nun sämtliche Informationen und Fakten liefern, um die Verwaltungs-Diskussion gemeinschaftlich zu klären.

Der Gemeindevorstand der Marktgemeinde Mondsee ist Auftraggeber der Studie Zukunft Mondseeland. V. l. oben: 2. Vizebürgermeister Rüdiger Frauenschuh, GV Richard Kothmaier, GV Jürgen Prasse, GV Wilhelm Feichtinger, GV Franz Schwaighofer; 2. Reihe: Bürgermeister Karl Feurhuber, 1. Vizebürgermeister Josef Wendtner
Bildquelle: Gemeinde Mondsee

Seit April werden die Arbeiten an der Studie zur Überprüfung aller Vor- und Nachteile einer stärkeren Gemeindekooperation (wie das aktuell der Fall ist), einer Vierer-Verwaltungsgemeinschaft (wie vom Land OÖ. bzw. von den Landgemeinden gefordert) oder einer Fusion gestartet. Auftraggeber ist die Marktgemeinde Mondsee, die auch die Kosten dafür übernimmt. Die Studie wird von Dr. Gerlinde Stöbich geleitet, eine seit Jahren anerkannte Expertin für Gemeindeentwicklung, Verwaltungsgemeinschaften, Fusionen und Gemeindekooperationen. Sie hat in den vergangenen Jahren viele Kommunen bei solchen Entwicklungsprozessen sehr erfolgreich unterstützt.

Die beste Lösung für die Region wird ermittelt

Die Studie „Zukunft Mondseeland“ hat ein Ziel, „nämlich die beste Lösung für die Zukunft der gesamten Region herauszuarbeiten“, sagt Stöbich. In der ersten Phase wird sie dafür Daten erheben, berechnen, analysieren und auswerten. In der Folge wird es Themenabende zu Schwerpunkten wie „Schule und Soziales“, „Wirtschaft und Tourismus“, „Brauchtum und Vereine“ etc. geben. „Wir wollen hinterfragen, wie zufrieden die Menschen im Mondseeland sind, welche Wünsche, Forderungen oder Bedenken es gibt und wo man ansetzen muss, um diese Region weiterhin als eine sehr lebenswerte bezeichnen zu dürfen“, so Stöbich. Experteninterviews mit Menschen aus dem Mondseeland runden die Studie ab und garantieren eine objektive Sicht auf die Fragestellungen. Im Februar 2020 werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit bei einer Informationsveranstaltung präsentiert.

 Gemeinden können Engagement für Zusammenarbeit bereits während der Studie beweisen

„Wesentlich für den Erfolg der Studie ist die Kooperation mit den Landgemeinden“, sagt Stöbich weiter. „Es ist wichtig, dass sich alle vier Gemeinden in gleicher Weise für dieses Thema und somit auch für die Studie engagieren. Die Zahlen, Daten und Fakten bilden den Grundstein für konkrete Maßnahmen in Bezug auf die Zusammenarbeit“, sagt die Expertin. Die Studie soll auch ein positives Signal in Richtung oö. Landesregierung sein: Diese strich bereits in der Vergangenheit wichtige finanzielle Zuschüsse an die Gemeinden mit dem Argument, dass Mondsee und die drei Landgemeinden vorab Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit präsentieren sollten. www.zukunft-mondseeland.at

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