Freitag, Dezember 15, 2017
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Weihnachtszeit ist Pakerlzeit – Und der stationäre Einzelhandel leidet

Weihnachtszeit ist Pakerlzeit. In diesem Jahr sind in den deutschsprachigen Ländern so viele Pakete im Umlauf wie nie zuvor. Das betrifft nicht nur die Weihnachtspost für weiter weg lebende Freunde und Verwandte, sondern vor allem Bestellungen aus dem Internet. All das zeigt: Die Bedürfnisse des Kunden und damit die Anforderungen an die Logistik haben sich stark verändert. Der Versand muss schnell und flexibel sein, und dafür sind neue technologische Lösungen in der Logistik nötig.

Die Lagerlogistik hat sich in kurzer Zeit rasant weiterentwickelt. In Europa wurden beispielsweise erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs Gabelstapler mit Elektroantrieb in Serie hergestellt. Davor arbeitete man in Warenhäusern mit Sackkarren, Flaschenzügen und Muskelkraft. Die elektronisch angetriebenen Helfer sorgten dafür, dass weitaus größere Mengen an Waren schneller von einem Ort an den anderen verfrachtet werden konnten, und Paletten und Gabelstapler wurden zur Norm. Die heutigen Stapler, die in Deutschland von Unternehmen wie Jungheinrich hergestellt werden, sind den ersten Modellen höchstens auf den ersten Blick ähnlich. Durch neue Materialien und technologische Weiterentwicklung wurden sie an neue Anforderungen angepasst, wobei die Grundprinzipien der Hydraulik geblieben sind.

Weihnachtszeit - Paketdienste

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Roboter und Künstliche Intelligenz

In der Logistik wird außerdem Künstliche Intelligenz ein zunehmend wichtiges Thema. Daran arbeiten nicht nur die großen und mittelständischen Logistikunternehmen, sondern vor allem junge technologieorientierte Start-Ups. Einige kümmern sich tatsächlich um die Themen Robotik und autonom fahrende Lkw. Die meisten sind jedoch im Bereichen Verpackung, Versand und Nachverfolgung tätig, wie das österreichische Unternehmen Byrd. Für Investoren gilt das Gebiet als zukunftsträchtig und lohnenswert. Für die traditionellen Unternehmen, insbesondere in Europa, ist es ratsam, selbst ein Team für digitale Innovationen zu pflegen und die von Start-Ups entwickelten Lösungen genau im Blick zu behalten sowie gegebenenfalls mit ihnen zu kooperieren.

Im Lager braucht es wegen der zunehmenden Menge an Paketen bald auch Roboter, die die Menschen bei der Kommissionierung unterstützen. Erste Pick-Roboter sind bereits im Einsatz. Das ist insbesondere in den USA bei großen Internethändlern wie Amazon zu beobachten. In Europa wird neben Wearables, beispielsweise Datenbrillen, und Robotern auch an Sensorik-Lösungen gearbeitet. Diese sollen zum Beispiel in Echtzeit Lagerbestände und Lieferzustände anzeigen.

 

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