Montag, März 25, 2019
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Tipico-Bundesliga: Wintertransfers bringen selten den versprochenen Erfolg

Wenn sich die erste Saisonhälfte dem Ende nähert, beginnt bei vielen Vereinen der erste Rückblick auf die bisherigen Leistungen. Das ist natürlich auch in der Tipico-Bundesliga so. Die vor der Saison gestellten Ziele müssen erreichbar sein, gleichzeitig lässt sich spätestens vor der Winterpause abschätzen, wie leistungsfähig der zusammengestellte Kader wirklich ist. Nicht selten führt diese Untersuchung am Ende zu einer neuerlichen Investition in die Beine des Kaders. Tatsächlich zeigt ein Blick auf die Winter-Transfers der letzten Jahre aber recht deutlich, wie wenig diese Transfers eigentlich bringen.

Der Heilsbringer Winter-Transfer im Fußball

Ab dem siebten oder achten Spieltag ist bei den Teams, die bisher unter ihren Möglichkeiten spielen, meist zu hören, dass man noch am Kader arbeiten wird. Auch die Journalisten werden mit ihren Fragen drängender, ob man im Winter noch etwas machen wird oder ob die gesamte Saison eigentlich bereits abgeschrieben ist. Viele Direktoren in den Vereinszentralen haben dann spätestens mit dem 01. Januar, dem Beginn der Winter-Transferphase in Europa, einen Zettel vor sich liegen, auf welchen Positionen sie noch neue Spiele sichern wollen. Es gibt gerade hier aber gleich mehrere Probleme, mit denen sich die Entscheider in den Vereinsgremien konfrontiert sehen.

Im Gegensatz zum Sommer stellen nur die wenigsten Vereine im Winter in das Schaufenster. Größere Veränderungen sind nur selten gewünscht und wenn Spieler dann doch freimütig auf dem Markt angeboten werden, müssen dafür stets die Gründe hinterfragt werden. Tatsächlich sind die wenigen erfolgreichen Transfers in den Winterphasen der letzten Jahre meistens von großen Vereinen initiiert worden. Dabei handelt es sich aber meist um Spieler, die man bereits im Sommer haben wollte und nach der Saison-Entwicklung bereit war, auch die letzten Millionen als Aufpreis zu bezahlen, um den Spieler endlich in den eigenen Reihen zu haben.

Vom erweiterten Kader und viel zu hohen Preisen

Es hat seine Gründe, dass die Kaderplanung in der Regel vor dem ersten Trainingslager im Sommer abgeschlossen ist. Zum einen sind die Preise im Sommer selbst nach einer EM oder WM vergleichsweise erschwinglich, da die meisten Vereine an ihren Kadern arbeiten. Zum anderen zeigt sich besonders im Winter, sie schnell die Preise nach oben gehen. Viele der begehrten Spieler sind plötzlich zwanzig bis dreißig Prozent teurer, als sie es noch immer Sommer gewesen wären. Natürlich: Im Winter steht eine deutlich geringere Zahl von Spielern zur Verfügung, Ersatz für einen guten Mann im Kader ist im Winter nur schwer zu finden. Entsprechend lassen sich die Vereine die Transfers vergolden.

Die Spieler, die gerne abgegeben werden, sind daher meist jene, die in dem System des Vereins keine Rolle mehr spielen. Es ist immer fraglich, ob ein solcher Spieler mit mangelnder Spielpraxis und einem entsprechend geringen Selbstbewusstsein tatsächlich eine Verstärkung für den neuen Verein sein wird. Dazu kommt der generelle Rückstand beim Training mit der Mannschaft.

Die Integration in das System ist das Problem

Das größte Problem der Transfers im Winter ist aber nicht etwa der Preis oder die generelle Qualität der Spieler. Viel mehr geht es darum, dass es viele gute Gründe dafür gibt, warum ein Trainer seine Mannschaft gerne zum Beginn des Sommers bereits zusammen hat. Immerhin hat er einen klaren Plan von einem System, von den Spielern, die er dafür benötigt und von einer Spielidee. Ein neuer Spieler, der frisch in die Mannschaft kommt, muss erst in dieses System eingearbeitet werden. Dafür steht im Winter weit weniger Zeit als im Sommer zur Verfügung. Entsprechend fraglich ist es, ob der neue Transfer direkt auf dem Platz weiterhelfen kann. Aus Erfahrung helfen die Spieler erst ab dem nächsten Sommer wirklich weiter.

Trotzdem wird es natürlich auch in diesem Jahr wieder eine Reihe von Transfer im Winter geben. Die Vereine sehen Handlungsbedarf – und sie lassen sich weder von Problemen beim Training noch von hohen Preisen abhalten.

Interessante Links:

https://www.sport1.de/fussball/2016/01/die-groessten-wintertransfer-flops-aller-zeiten

https://www.transfermarkt.at/statistik/wintertransfers

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