Freitag, Dezember 15, 2017
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Straßensperren in Mondsee: Achtung, hier kommt der Mondseer Christbaum!

Im Advent ist er die Krönung des Mondseer Marktplatz‘: der große Christbaum vor der Basilika. Wieviel Arbeit und Aufsehen dahinterstecken, damit der mindestens 12 Meter hohe Nadelbaum überhaupt zur Attraktion des Advents in Mondsee wird, erzählt der Christbaum-Verantwortliche Anton Stabauer. Seit drei Jahren sorgt er dafür, dass Mondsee pünktlich einen Christbaum bekommt.

Als Gemeindebediensteter der Marktgemeinde Mondsee kommt Anton Stabauer viel im Mondseeland herum. Im Frühjahr, wenn der letzte Schnee weg ist, hält der Innerschwandner Ausschau nach dem geeigneten Baum für den Adventmarkt: mindestens zwölf Meter soll er messen, alleine muss er stehen; ob Tanne oder Fichte, das sei egal. Aber schön muss er schon sein. Wichtig ist auch die Lage des Baums: dass er nicht zu weit von der Straße entfernt ist, damit das Abschneiden und der Transport nicht zu umständlich werden.

Hat Stabauer einen passenden Baum gefunden, geht die Suche weiter: Wem gehört er? Auch wenn der Besitzer meist schnell gefunden ist, heißt das noch lange nicht, dass dieser ihn auch hergeben möchte. Für den heurigen Baum-Spender, die Familie Szarzinsky aus St. Lorenz, war die Entscheidung schnell klar: Der Baum darf weg. „Wir hätten ihn ohnehin bald entfernen müssen“, sagt Johann Szarzinsky. Er ist sogar stolz darauf, dass seine Fichte der Mondseer Christbaum sein wird: „Es ist schön zu wissen, dass er im Advent noch einmal vielen eine Freude macht.“

Die endgültige Entscheidung trifft das Gemeindeoberhaupt

Wenn die Eigentümer-Frage geklärt ist, ist noch immer unklar, ob ein Baum tatsächlich zum Christbaum gemacht wird. „Erst muss der Straßenreferent sein Okay zum Baum geben; und wenn er diesem gefällt, dann braucht’s noch das Einverständnis des Bürgermeisters“, sagt Stabauer. Manchmal kommt es vor, dass er keinen passenden Baum findet. „Dann wird im Nachrichtenblatt ausgeschrieben, dass wir noch auf der Suche sind und alle, die einen passenden Baum besitzen und ihn auch hergeben würden, sich bitte melden sollen.“  Egal wie die Suche verläuft und wie lange sie dauert: gefunden haben die Mondseer ihren Christbaum noch jedes Jahr. 

Begeisterte Touristen: „Oh, it’s the Christmas tree!“

Beim Transport geht’s dann zur Sache. Kurz nach Allerheiligen rückt der Christbaum-Trupp an: Fünf Gemeindearbeiter und ein Sattelanhänger mit Kran und dessen Chauffeur stehen bereit – bei jeder Witterung, denn die Zeit bis zur Adventmarkt-Eröffnung (heuer am Freitag, 24. November, um 17 Uhr) läuft. Der Baum wird von oben mit Gurten fixiert und geschnitten. Dann wird er auf den Kran gelegt und ist bereit für den Transport zum Mondseer Marktplatz. Wer’s als Baum zum Christbaum beim Mondseer Advent gebracht hat, dem gebührt alle Ehre – und viel Aufwand: Straßen werden gesperrt und Kreuzungen gesichert. Ein Vorausfahrzeug signalisiert: Achtung, hier kommt der Christbaum von Mondsee!

Schon jetzt erfreut der mächtige Baum zum ersten Mal Passanten. Vor allem Touristen sind begeistert und zücken ihre Smartphones: „Oh, it’s the Christmas tree – how awesome is that!“ Am Markplatz angekommen, wird der Baum mit dem Kran gehoben und vor der Basilika aufgestellt. Dort bleibt er dann bis nach dem Feiertag der Heiligen-Drei-Könige. „Er hält sich bis zum Schluss sehr gut, weil er im Freien steht und deswegen nicht so nadelt wie ein Christbaum in einem Wohnraum.“ Wenn der Baum steht und hält, ist die Arbeit des Christbaum-Trupps vollbracht. „Die Lichterketten kommen vom Elektriker; der erledigt den Rest, damit der Christbaum auch wirklich ein solcher wird.“

(C) Bilder: W. Weinhäupl

Infos, Programm und Öffnungszeiten des Advents in Mondsee: www.mondsee.at/advent  

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