Samstag, Oktober 21, 2017
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Badespaß am Mondsee – So schützt du dich richtig vor der Sonne

In der Sonne sind die Menschen gleich viel besser gelaunt. Einem unbeschwerten Sonnenbad steht nichts im Wege, wenn du einige wichtige Punkte für den richtigen Schutz in der Sonne bedenkst.

Jahrelang haben Wissenschaftler uns vor dem schädlichen Einfluss von Sonnenstrahlen gewarnt. Neueste Untersuchungen geben Entwarnung und stellen die positiven Auswirkungen des Sonnenlichts in den Vordergrund.

  • Sonnenlicht pusht die Immunabwehr des Körpers durch das durch die Sonne gebildete Vitamin D.
  • Sonnenlicht, genauer gesagt die UVB-Strahlen sind die entscheidenden Impulsgeber für unser Hormonsystem. Durch sie wird die Produktion des Glückshormons Serotonin angekurbelt. Dieser Botenstoff wirkt sich auf unsere Stimmung und unseren Appetit aus.
  • Sonnenlicht aktiviert das Eigenschutzprogramm der Haut. Die Haut baut bei regelmäßiger Sonnenbestrahlung eine sogenannte Lichtschwiele auf, das bedeutet das die Hornschicht verdickt und die Pigmentierung der Haut zunimmt. Wichtig zu wissen ist, dass der Aufbau der Lichtschwiele bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen kann.
  • Sonnenlicht macht unsere Knochen stark, da das gebildete Vitamin D ein wichtiger Kalziumtransporteur ist. Der menschliche Körper kann Vitamin D nicht ohne Sonnenlicht bilden, braucht das Mineral jedoch dringend für den Aufbau und den Erhalt von Knochen und Zähnen.
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(c)mondsee.at

Auch wenn Sonnenlicht durchaus positive Auswirkungen auf unseren Körper hat, solltest du einige Regeln beachten, damit du ein unbeschwertes Sonnenbad genießen kannst.

  1. Der beste Start für ein ausgiebiges Sonnenbad sollte zu Hause und ca. eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad mit dem Eincremen mit einer Sonnencreme mit einem angemessenen Lichtchutzfaktor erfolgen. Der LSF gibt Auskunft darüber, wie lange man sich der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Es ist jedoch ein Irrtum, dass man die Aufenthaltszeit in der Sonne verlängern kann, wenn man häufiger Sonnencreme aufträgt. Bei Kindern ist es wichtig darauf zu achten, dass die Sonnencreme keine Duft- und Konservierungsstoffe enthält und der LSF hoch genug gewählt wird, mindestens LSF 30.
  2. Bei ungewohnt starker Sonneneinstrahlung, hoher Sonnenempfindlichkeit und bei Kleinkindern ist es angebracht, sich durch luftige Kleidung zu schützen. Da Baumwolle Strahlung hindurch lässt und so keinen optimalen Schutz darstellt, sind Gewebe aus Polyester vorzuziehen. Spezielle Gewebe mit UV-Protection-Factor bieten vor allem Kleinkindern einen optimalen Schutz. Kleinkinder sollten generell den Oberkörper und möglichst auch die Oberschenkel bedeckt haben. Auch Kopfbedeckungen mit Nackenschutz sind aus diesem speziellen, dicht gewebten Nylonmaterial erhältlich. Außerdem ist dunkle, weit geschnittene Kleidung besser geeignet, als helle, eng geschnittene.
  3. Im Wasser ist ein guter Schutz besonders wichtig, denn das Wasser verstärkt die Strahlen bis in ca. einen halben Meter unter der Wasseroberfläche, das heißt die Sonne wirkt hier viel stärker. Besonders tückisch ist das Gefühl einer gekühlten Haut unter Wasser und so bemerkt man die Stärke der Einstrahlung manchmal erst zu spät. Hier ist es wichtig eine wasserfeste Sonnencreme aufzutragen und dies nach dem Abtrocknen zu wiederholen, denn ein Teil der Sonnencreme wird abgewaschen.
  4. Die UVB-Strahlen der Sonne können sowohl die Hornhaut als auch die Netzhaut des Auges massiv schädigen. Mit einer Sonnenbrille mit ausgewiesenem Strahlenschutz kann das verhindert werden.
  5. Die Südländer machen es uns vor und genießen in der Mittagszeit von 12 – 15 Uhr eine Siesta im Schatten. Das ist eine gute Entscheidung, denn dann ist die Sonnenintensität am stärksten und ebenso die Sonnenbrandgefahr. Die Mittagszeit sollte man im Schatten verbringen und auch da kann man braun werden, denn ca. 85 % der Strahlungsintensität wird von Wasser, Sand und Gebäuden reflektiert. Im Schatten wird man zwar deutlich langsamer braun, dafür aber langanhaltender.
  6. Eine eher unbekannte Schutzmaßnahme ist der biologische Sonnenschutz von innen. Die Pflanzen machen es uns vor, sie schützen sich mit Karotin vor den Auswirkungen starker Sonneneinstrahlung. Karotine haben als Antioxidantien eine starke zellschützende Wirkung. Dies kann man sich in der Sommerzeit zu Nutze machen und viel Obst, Gemüse und Salate essen, um dem Körper mehr Karotine zur Verfügung zu stellen. Karotine sind vor allem in orangen Früchten wie Aprikose, Mango,Papaya und in Möhren enthalten, sowie in dunkelgrünen Blättern und Gemüsen. Diese Nahrungsmittel enthalten viele Radikalfänger, sogenannte Antioxidantien, die die Strahlenwirkung reduzieren und den körpereigenen Reparaturmechanismen der Haut aktivieren. Das ist eine tolle zusätzliche Schutzmaßnahme für einen unbeschwerten Sonnenaufenthalt.
    Ein aller letzter Hinweis: Auch mit dem besten Schutz gilt es, die Sonneneinstrahlung zu verlassen, bevor die Haut rot wird.
    Einem unbeschwerten und schönen Sonnenbad sollte mit diesen Schutzmaßnahmen nichts mehr im Wege stehen.

Weitere Infos zum Thema Sonnenschutz:

https://www.sonne-licht-schatten.at/infoportal/infos-zu-sonnenschutz

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