Freitag, September 20, 2019
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Sicherheit beim Skifahren – Skihelme, Rückenprotektoren und co.

Viele User auf Mondsee-News sind sicherlich auch Skifans. Gerade in den vergangenen Tage fanden die Klassiker in Kitzbühel statt. Der Slalom Klassiker auf der Planai in Schladming folgt. In etwas kleineren Umfang hat nun auch in Thalgauberg der Skiebtrieb begonnen. Deshalb wollen wir uns heute der Sicherheit beim Skifahren widmen.

Sicherheit beim Skifahren

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Skifahren ist eins der beliebtestes Hobbys. Allerdings ist es nicht ganz ungefährlich. Die Geschwindigkeiten sind teilweise sehr hoch, dazu kommen schlecht trainierte und unberechenbare Pistenteilnehmer. Wer sich richtig ausrüstet und ein paar wesentliche Punkte beachtet, kann den Ski Spaß weitgehend ohne Gefahr und Verletzungen genießen. Zu allererst ist eine gesunde Selbsteinschätzung wichtig. Die Pisten sollte immer dem eigenen Leistungsstand entsprechend ausgewählt werden. Für die eigene Sicherheit gehört dazu auf jeden Fall die Wetter- und Pistenlage im Auge zu haben. Gesperrte Pisten sind grundsätzlich tabu. Sie werden nicht aus Spaß gesperrt, sondern weil höchste Lawinengefahr droht. Jeder Skifahrer sollte sich zudem mit den weltweit geltenden Pistenverhaltensregeln vertraut machen, die vom internationalen Skiverband FIS zusammengestellt wurden.

Eine gute Ausrüstung schützt vor Verletzungen

Das Bild der Skifahrer ohne Helm hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Heute sieht man sehr viele Helmträger und wer keinen Helm aufhat, fällt direkt auf. Der Helm kann Leben retten und sollte daher immer! beim Skifahren getragen werden. Falsche Eitelkeit, weil beispielsweise die Frisur zerdrückt werden könnte, ist hier völlig fehl am Platz. Der Helm muss gut passen und sollte im Fachhandel erworben werden. So können verschiedene Modelle anprobiert werden, bis der genau Passende gefunden ist. Für sportliche Eleganz, kombiniert mit mehr Fahrkomfort, sorgt eine moderne Skiausrüstung die aus atmungsaktiver, wasserundurchlässiger und windabweisender Kleidung besteht. Helfen kann ein Rückenprotektor, der die Wirbelsäule bei Stürzen schützt. Von den Rückenprotektoren gibt es grundsätzlich drei Sorten. Das eine sind Westen mit integrierten Polstern, die für Freizeit-Skifahrer meist die erste Wahl sind. Hartschalenprotektoren sind für Skifahrer die Vollgas oder in Snow-Parks unterwegs sind. Zu guter Letzt gibt es noch Rucksäcke mit eingebautem Protektor, die besonders für Skifahrer und Snowboarder geeignet sind, die abseits der Pisten im Tiefschnee fahren. Helme und Protektoren sind nicht endlos lange haltbar. Bekommen sie einen heftigen Schlag oder sind in einen schweren Sturz verwickelt, sollten sie ausgetauscht werden. Durch Materialermüdung empfiehlt es sich Helme und Protektoren alles fünf bis sechs Jahre zu tauschen. Neben Protektoren sind Sicherheitswesten eine gute Sache. Sie leuchten deutlich und werden gut aus der Ferne gesehen. Damit ist die Gefahr schon deutlich gemindert, über den Haufen gefahren zu werden.

Die richtigen Ski auswählen

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Hier sollte keiner einfach irgendwelche Ski kaufen, weil vielleicht die Farbe so gut gefällt. Die Meinung eines Profis ist unabdingbar und besonders Skianfänger sollten sich beraten lassen. Bei der Gewichtsangabe zu mogeln wäre grundverkehrt, da das schnell zu einem Sicherheitsrisiko führen kann. Die Bindung sollte auf jeden Fall auch nur von Fachleuten eingestellt werden, damit man den Tag auf der Piste voll und ganz genießen kann.

Wichtig ist erst einmal die Einteilung in

  • Einsteiger
  • Fortgeschrittene
  • Profis

Einsteiger sind noch Anfänger oder haben noch gar nicht auf Ski gestanden. Sie sind auf den blauen Pisten in geringer Geschwindigkeit zu finden. Fortgeschrittene sind bei mäßigem Tempo auf roten Pisten unterwegs und sind deutlich geübter. Profis können Carven und beherrschen jede Piste bei jedem Schnee in jedem Gelände und das bei hoher Geschwindigkeit.

Die Einteilung ist daher wichtig, weil verschiedene Kriterien je nach Leistungsstufe entscheidend sind. Dazu gehören Härte/Dynamik, Wendigkeit und Vielseitigkeit. Ein Einsteiger würde mit harten und sehr präzisen Ski nicht glücklich werden, wie in Profi sie bevorzugt. Weichere Ski, die Fehler verzeihen und mehr Kontrolle bei Schwüngen bieten, sind für Anfänger die deutlich bessere Wahl. Die Wendigkeit gibt Aufschluss über die Kurveneigenschaften und Drehfreudigkeit der Skier. Wendige Ski mit kleinen Kurvenradien unterstützen den schnellen Lernerfolg. Die Taillierung hat Einfluss auf den Kurvenradius der Skier. Eine hohe Taillierung hat einen niedrigen Kurvenradius für kleine Schwünge. Eine geringere Taillierung hat einen großen Kurvenradius für logischerweise große Schwünge. Dafür braucht es mehr Kraftaufwand. Ein Radius zwischen 13 – 16 cm ist im Allround-Bereich gängig. Die Vielseitigkeit wird in Prozent angegeben. Sie sagt aus, viel vielseitig die Ski sind, auf und abseits der Piste.

Je nach Einsatzbereich sind die Ski in Pistenski, Freestyle und Freeride eingeteilt. Sie unterscheiden sich in der Taillierung und im Härtegrad. Natürlich haben alle ihre Vorzüge für bestimmte Bereiche. Pistenski sind in Skigebieten auf präparierten Skipisten zuhause. Freestyle Ski sind in Sknowparks anzutreffen und heizen dort über Lines, Kicker und Rails. Freeride Ski eignen sich zur Fahrt durch den Tiefschnee neben den Pisten. Das sollten allerdings ausschließlich Skifahrer mit sehr guten Kenntnissen der Umgebung und Schneebeschaffenheit sowie der richtigen Sicherheitsausrüstung machen.

Die richtige Skilänge muss an die Körpergröße angepasst sein, sowie an die individuelle Fahrgewohnheit, das Körpergewicht und die Skieigenschaft. Nicht minder wichtig sind die passenden Skischuhe und Skistöcke in der richtigen Länge. Der Skischuh sollte optimal passen. Dazu umschließt er den Fuß eng und sitzt fest, was sich oft ungewohnt anfühlt. Zu Beginn darf er den Eindruck vermitteln, zu klein zu sein, aber er darf an keiner Stelle drücken. Da sich Skischuhe beim Gebrauch automatisch um eine halbe Größe vergrößern, darf der Schuh keinesfalls zu Beginn schon zu groß sein. Der perfekte Sitz ist, wenn beim in die Knie gehen und sich nach vorne beugen, die Zehen nicht anstoßen und die Ferse nicht abhebt. Auch beim Schuh kommen noch viele weitere Komponenten ins Spiel, daher ist eine Fachberatung auch hier enorm wichtig. Die Formel „Körpergröße x 0,7“ ist für die Berechnung der richtige Stocklängen beim Alpinski ein gutes Mittel, aber auch hier sollte der Rat eines Fachmannes hinzugezogen werden.

Après Ski

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Natürlich gehört zu einem Tag im Schnee und der körperlichen Betätigung mit voller Konzentration auf der Piste eine Mittagspause. Damit kommt schließlich erst die richtige Urlaubsstimmung auf und was gibt es Schöneres als auf der Ski Alm den Bergblick zusammen mit Freunden zu genießen. Dazu gehören auf jeden Fall Germknödel und andere Alpenschmankerl, Weißbier, Jagertee oder Glühwein. Nach dem Genuss der alkoholischen Getränke würde zuhause jeder ein Taxi rufen, auf der Piste jedoch wird auch im nicht mehr nüchternen Zustand gefahren. Die Freude beim Après-Ski gehört zum Skitag ganz klar bei den meisten dazu, aber bitte erst nach der letzten Abfahrt! Wer betrunken die Piste runter fährt, gefährdet nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch die von allen anderen, die auf der Piste unterwegs sind.

 

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