Sonntag, Mai 19, 2019
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Erinnerungen digital festhalten – Folgende Möglichkeiten gibt es

Früher war es klar, die schönsten Erinnerungsfotos wurden in ein Album eingeklebt. In der digitalen Welt gibt es allerdings eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die Fotos dauerhaft aufzuheben. Allerdings sollte sich jeder darüber klar sein, dass die digitalen Speichermedien auch nur eine begrenzte Zeit haltbar sind und zudem nach einem Zeitraum von 10 Jahren als total veraltet gelten. Darum ist es wichtig, die digitalen Speichermedien alle paar Jahre zu erneuern.

fotos digital festhalten

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Festplatten für große Datenmengen

Festplatten gelten als sicheres Speichermedium und sind meist über mehrere Jahre haltbar. Wenn die Festplatte, auf der digitalen Daten gespeichert werden, dauerhaft genutzt wird, weist sie eine durchschnittliche Haltbarkeit von 5 Jahren auf, möglich ist aber auch ein Zeitraum von 2 bis 10 Jahren.

Wenn diese Festplatte, wie viele externe Festplatten, hauptsächlich als Speichermedium genutzt wird, dann ist ein Zeitraum von 10 bis 30 Jahren realistisch. Die Dauer ist sowohl von gespeicherten Datenmenge abhängig wie auch von dem Zustand des intern verbauten Magneten.

Vorteile von Festplatten und USB-Sticks

Ihr Vorteil liegt darin, dass sie auch besonders große Datenmengen in verschiedenen Formaten aufnehmen und verwalten können. Dabei sollte allerdings immer ein Backup für den Notfall erstellt werden. Es gibt verschiedene Modelle von Festplatten und vielen unterschiedlichen Speicherkapazitäten. Ähnlich wie eine Festplatte funktionieren auch USB-Sticks und Speicherkarten, die ebenfalls eine dauerhafte Speicherung zwischen 10 und 30 Jahren erlauben.

Cloud als Erinnerungsalbum nutzen

Es gibt Befürworter und es gibt Gegner, seine digitalen Erinnerungen in der allgegenwärtigen Cloud zu speichern. Sicher ist, dass die Cloud als Speicher gewisse Vorzüge hat. Solange das gesamte Internet nicht zusammenbricht, dürften die digitalen Erinnerungen dort gut aufgehoben sein.

Aber leider ist die Cloud als Medium nicht sicher, denn es gibt immer wieder Hackerangriffe und Datenklau. Anderseits bietet die Cloud auch eine ständige Verfügbarkeit der eigenen Daten auf praktisch jedem digitalen Endgerät. Wer sich also für die Speicherung in der Cloud entscheidet, sollte seine eigenen Daten vor dem Hochladen, mit einem hochwertigen Verschlüsselungsprogramm verschlüsseln.

Zudem müssen von der in der Cloud gespeicherte Daten keine weiteren Back-ups erstellt werden, was auch für ähnliche externe Speicher gilt. Es ist allerdings nicht zu sagen, wie lange eine solche Datenspeicherung möglich ist und wie die Technik sich in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickelt. Wer sicher gehen will, der kann seine Daten auf mehreren Cloud Plattformen spiegeln, um den Verlust seiner Daten im Zweifelsfalls vorzubeugen.

Alternative Speicherungsmedien 

Wer der digitalen Welt nicht vertraut, überlegt sich schnell, ob er seine Daten nicht ähnlich wie in einem Album speichern kann, was durchaus möglich, indem die Daten auf einer DVD gebrannt werden. Allerdings weist auch dieses Medium eine begrenzte Haltbarkeit von 30 Jahren auf und niemand weiß, wie lange sie letztendlich die Daten speichern können.

Zudem stellt sich die Frage, ob es zukünftig noch Geräte und Codecs geben wird, die diese Daten auslesen werden können. Wenn die digitalen Daten dagegen auf einem Computer gespeichert sind, steht der kleinen Diashow auf dem Mac nichts mehr in Weg.

Dienstleister für dauerhafte Speicherung 

Es gibt auch noch die Möglichkeit, einen Dienstleister mit der Speicherung der Urlaubsfotos für die Ewigkeit zu beauftragen. Das ist zwar kostenintensiv, bietet aber verschiedene Vorteile. So übernimmt der Experte die Erstellung der Backups und garantiert für die Erhaltung der geliebten Erinnerungen. Allerdings sollten die Vertragsbedingungen und die Kosten auf Dauer vor der Beauftragung des Experten geprüft werden, ob der Nutzen die Kosten aufwiegt.

Netzwerkspeicher zur Datensicherung

Ein Netzwerkspeicher ist ein permanenter und komfortabler Datenspeicher für ein hauseigenes Netzwerk, um auf Notebooks oder Desktop-PCs die gewünschten Daten aufzurufen. Der NAS dient als Backup-Server und sind für jeden Haushalt erschwinglich, wobei sie kaum Wartung brauchen, sobald sie im Einsatz sind. Auf diesen Server lassen sich alle möglichen Daten auch in großen Mengen speichern und problemlos aufrufen, wobei aber eine höhere Sicherheit besteht als wenn die digitalen Daten in der Cloud gelagert werden. Heimnetzwerke, die geschützt sind, sind weitaus weniger angreifbar als die Cloud.

 

 

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