Samstag, September 22, 2018
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Das Leben nach der Sportkarriere – Was Ex-Profisportler heute machen

Der Übergang in das Leben nach der Karriere fällt vielen Ex-Profisportlern schwer. Während manche Athleten ihrem Sport erhalten bleiben, orientieren sich andere völlig um oder verschwinden gar gänzlich aus der Öffentlichkeit. Nachfolgend werden fünf exemplarisch ausgewählte Ex-Sportler und deren heutige Tätigkeiten erläutert.

Hermann Maier

Der Alpin-Star aus Flachau hat sich nach seinem Rücktritt vom aktiven Wettkampfsport im Jahr 2009 mehr oder weniger aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Aufgrund aufrechter Werbeverträge ist er jedoch weiterhin in diversen Medien präsent und fungiert auf diese Weise als Markenbotschafter. Dabei tritt er unter anderem in Werbespots auf oder ist auf Plakaten zu sehen. Wie viele ehemalige Skirennläufer betreibt er eine Skischule in seiner Heimatgemeinde, die Kurse für alle Altersklassen anbietet. Darüber hinaus eröffnete Maier gemeinsam mit seinem ehemaligen Skikollegen Rainer Schönfelder eine Low-Budget-Sporthotelkette in den österreichischen Alpen. Mittlerweile betreiben die beiden Ex-Sportler ein Hotel in St. Johann in Tirol sowie ein Hotel in der oberösterreichischen Gemeinde Gosau. Seine Fitness stellte der Doppelolympiasieger in der Fernsehsendung „Wettlauf zum Südpol“ unter Beweis, in der er das österreichische Team leitete. Zusätzlich wirkte Maier im Jahr 2013 mit einer Nebenrolle im Spielfilm „Eiszeit“ mit.

Boris Becker

Der jüngste Wimbledon-Sieger aller Zeiten und ehemalige Weltranglistenerste sorgte nach seinem Karriereende mit private Schlagzeilen Aufmerksamkeit. Becker tritt aber auch als Tennis-Experte auf und kommentiert Live-Übertragungen bzw. arbeitet als Kolumnist bei Print-Medien. Er wirbt für verschiedene Unternehmen und war bis vor kurzem Eigentümer dreier Autohäuser. Hinzu kommt, dass er Erfolge als Poker-Spieler verzeichnete und auch als Botschafter einer Poker-Plattform fungiert. Becker betreute den Tennisspieler Novak Djokovic und hat eine leitende Funktion im Deutschen Tennis Bund inne.

Leben nach Sportkarriere

Was kommt nach der Profi Laufbahn? (c)Bigstockphoto.com/232491340/alan_p

Anton „Toni“ Polster

Der Rekordtorschütze des österreichischen Fußballnationalteams ist seinem Sport nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn im Jahr 2000 treu geblieben. Während er in den ersten Jahren im Management- und Beraterbereich tätig war, übernahm er später auch Trainerjobs. Zusätzlich fungiert Polster regelmäßig als Experte in TV- und Printmedien. So verfügt er über eine eigene Kolumne in der Tageszeitung „Österreich“, in der er auf aktuelle Ereignisse eingeht. Darüber hinaus ist er auch immer wieder in Spielshows oder Reality-Formaten zu sehen. Seine Gesangskarriere, die er bereits während seiner sportlichen Aktivität begann, setzte er nach seinem Rücktritt fort. So veröffentlichte er unter anderem mit der Musikgruppe „Achtung Liebe“ zwei Alben und tritt auch als Solokünstler auf. Der Wiener vertreibt auf seiner Website eigene T-Shirts und wirbt für diverse Firmen aus verschiedenen Branchen.

Beatrix „Trixi“ Schuba

Die ehemalige Eiskunstläuferin Trixi Schuba erreichte Berühmtheit, als sie bei den Olympischen Winterspielen 1972 für die einzige Goldmedaille Österreichs sorgte. Unmittelbar nach diesem Erfolg heuerte sie bei der amerikanischen „Eisrevue“ an, bevor sie zu „Holiday on Ice“ wechselte. 1979 hing sie schließlich die Schlittschuhe an den Nagel und arbeitete fortan bei der Wiener Städtischen Versicherung. Dabei war sie unter anderem für die Betreuung von Angestellten und Diplomaten der Wiener UNO-City verantwortlich. Seit 2015 genießt Schuba ihren Ruhestand, setzt sich jedoch weiterhin für den österreichischen Eislaufsport ein. Jeweils rund fünf Jahre lang führte sie als Präsidentin den österreichischen Eislaufverband und wirkte als einfaches Mitglied im Österreichischen Olympischen Komitee mit.

Henry Maske

Der ehemalige Boxweltmeister Henry Maske gründete eine Stiftung für benachteiligte Jugendliche, mit Hilfe derer unter anderem der Bau von Sporteinrichtungen finanziert wird. Maske hat sich zusätzlich ein Standbein als Referent aufgebaut und hält dabei beispielsweise Vorträge in Unternehmen oder nimmt an Diskussionsrunden teil. Er spricht darin über Themen wie Selbstreflexion, Mitarbeiterführung und Motivation. Der Ex-Boxer mit dem Spitznamen „Gentleman“ betreibt als Franchisenehmer zehn McDonald’s-Filialen in mehreren deutschen Städten und tritt immer wieder als Schauspieler auf. Hatte er zu Beginn vorwiegend Statistenrollen, spielte er die Hauptrolle im Film „Max Schmeling“.

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