Freitag, Dezember 15, 2017
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Damit sich alle gut vertragen: Aussteller-Schnaps ist Patentrezept der Mondseer Advent-Organisatorin

Streitende Standler, angedrohte „Watschn“ und Schneefall pünktlich zur Eröffnung: Die Mondseerin Judith Eidenhammer hat in acht Jahren Adventmarkt-Organisation schon einiges erlebt. Nach einem Jahr krankheitsbedingter Auszeit ist sie nun wieder fit – und zurück, und freut sich, wenn der Advent in Mondsee am Freitag, 24. November, um 17 Uhr offiziell eröffnet wird. 

„Das Wichtigste für mich bei der Organisation des Advents in Mondsee ist, dass die Aussteller im Kreuzgang gut miteinander auskommen.“ Judith Eidenhammer kann nach achtjähriger Erfahrung als Advent-Verantwortliche davon ein Lied singen: „Die Gesamtstimmung auf dem Adventmarkt hängt stark davon ab, wie sich die Standler untereinander vertragen.“ Zankereien darüber, dass der Nachbar den Tisch „nicht richtig“ platziert hat, dass manche neben gewissen Personen unbedingt oder auch nicht stehen möchten usw. Das alles hat sie schon erlebt – und daraus gelernt. Eidenhammer überlegt ganz genau, welche Aussteller sie nebeneinander platziert, wer zusammenpasst und wen man besser so weit wie möglich auseinanderhält.
Und um schlechte Stimmung gar nicht erst aufkommen zu lassen, hat sie das perfekte Rezept gefunden: „Vor dem ersten Aufsperren gibt’s den Ausstellerschnaps. Wir stoßen an – auf einen erfolgreichen Advent und gutes Auskommen miteinander. Und ob man’s glaubt oder nicht: Seit wir das so machen, hat es keine Streitereien mehr gegeben“, erzählt Eidenhammer schmunzelnd. 

Schneefall bei ihrer Advent-Premiere
An ihr erstes Jahr als Advent-Organisatorin erinnert sich die Mondseerin gut: „Pünktlich zur Eröffnung hat es zu schneien begonnen. Das war’s dann auch mit Schnee zu Adventbeginn.“
Seither hat sich einiges getan. Zu Beginn Ihrer Tätigkeit für den Advent machte Eidenhammer sich noch auf die Suche nach Ausstellern: „Ich bin zu Kunsthandwerksmärkten gefahren und hab gefragt, ob jemand bei uns ausstellen möchten. „Mittlerweile haben wir eine Warteliste – und müssen vielen absagen.“ 

Der schönste Moment im Advent: Das Einläuten

Ihr Lieblings-Programmpunkt? „Das Einläuten des Advents, das weltweit am ersten Adventsamstag um 16 Uhr stattfindet. In diesen Minuten spürt man eine besondere Atmosphäre“, sagt Eidenhammer. „Es ist absolut still. Und dieses Innehalten steht für mich persönlich für den Advent. Es ist schön, dass wir es schaffen, dass es während dieser Zeit ruhig ist. “ 

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Judith Eidenhammer (c)Wolfgang Weinhäupl

„Fad wird uns nie!“

Pro Öffnungstag sind fünf Personen im Dienst beim Mondseer Advent – „und fad wir einem nie“, sagt Eidenhammer. „Nach dem Aufsperren schauen wir, ob alles an seinem Platz ist; angefangen von den Christbaumkugeln, die in der Nacht zuvor zum Fußballspielen verwendet wurden. Oder dass gesalzen wird, wenn es eisig ist; dass das Holz im großen Feuerkorb nicht ausgeht, dass die Musik am Band läuft oder wir entfernen Hundespuren aus dem Kreuzgang“, sagt Eidenhammer. „Das Arbeitspensum hat sich in den vergangenen Jahren insgesamt stark erhöht“, sagt sie. „Aber ich sehe, dass wir auf dem richtigen Weg sind, denn das Feedback von den Ausstellern, den Gastronomen und den Besuchern ist sehr positiv.“ Was ihr auch gefällt, ist der Zusammenhalt aller Beteiligten: „Es ist ein großes, gut funktionierendes Netzwerk in all den Jahren entstanden. Angefangen von der guten Zusammenarbeit mit den Gemeindearbeitern bis hin zum Einsatz der Gastronomie, sämtlicher Vereine und Freiwilligen: Es läuft einfach.“ 

Alle Infos zum Advent, Öffnungszeiten, Veranstaltungen etc. auf www.mondsee.at/advent

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