Montag, November 30, 2020
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Bitcoins – Jetzt in der Coronazeit kaufen?

Um die Kryptowährung Bitcoin gibt es seit ein paar Jahren geradezu einen Hype. Die Frage ist dabei, wie sich der Bitcoin in Zukunft verhalten wird und ob eine mittel- oder gar langfristige Investition sich lohnt.

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Steigende Tendenz und weitere Vorteile

Der Bitcoin-Kurs konnte sich 2019 fast verdoppeln (+93,2 %). Von Januar bis Anfang November 2020 erhöhte sich der Wert noch einmal um fast 40 Prozent.
Anfang November 2020 erreichte der Wert eines Bitcoins die Marke von 14.000 US-Dollar und damit den höchsten Stand seit Januar 2018. Die Ankündigung des weltweit tätigen Zahlungsdienstleisters PayPal war für viele Investoren ein sehr positives Signal, das sie darin bekräftigte, weiterhin in Bitcoin zu investieren.
Die Tendenz des Bitcoin-Kurses ist seit Monaten steigend. Aufgrund der Corona-Pandemie und der zurzeit schwächelnden Wirtschaft sind große Höhenflüge jedoch relativ unwahrscheinlich. So könnte auch die Marke von 14.000 US-Dollar zu Gewinnmitnahmen führen.
Da der Hype um den Bitcoin nach wie vor anhält, sind bei einer positiven Entwicklung der Märkte weltweit auch weiterhin hohe Gewinnpotentiale möglich. Der Bitcoin ist ein flexibles Zahlungsmittel, das für immer mehr Transaktionen genutzt werden kann. Bei entsprechendem Angebot und Nachfrage ist ein An- und Verkauf ohne weiteres möglich – ohne dass beispielsweise Rohstoffe gehandelt werden müssen. Man kann daher problemlos innerhalb von zehn Minuten Bitcoin kaufen. Aufgrund der beschränkten Anzahl von Bitcoins hat die Kryptowährung generell eine deflationäre Entwicklung vor sich: Komplett isoliert von wirtschaftlichen Einflüssen würde bei gleichbleibender (steigender) Gesamtnachfrage der Kurs weiter steigen.
Aufgrund der Digitalisierung könnte zudem die Bedeutung von Kryptowährungen mit Blockchain-Technologie weiter zunehmen.

Nachteile des Bitcoin

Durch die Gefahr eines Totalausfalls ist der Bitcoin weniger für langfristige Investitionen geeignet, beispielsweise für die Altersvorsorge. Kurz- oder mittelfristige Investitionen können dahingegen durchaus rentabel sein. Der Kurs des Bitcoin wies zuletzt häufig einen ähnlichen Verlauf auf wie die Aktienmärkte. Er brach beispielsweise während des Beginns der Corona-Krise um März 2020 ebenfalls stark ein. Hype spielt hier eine große Rolle, während die Kryptowährung bisher wenig krisensicher zu sein scheint. Generell ist der Bitcoin ein sehr volatiles Investitionsobjekt mit starken Kursschwankungen, also mitunter auch starken Einbrüchen.
Problematisch auch für Kleininvestoren sind die mitunter sehr hohen Transaktionskosten des Bitcoin. Bei kurzfristigen Investitionen von weniger als einem Jahr zählt eine Investition in Deutschland als Spekulation. Daher müssen für die so erzielten Gewinne 25 Prozent Kapitalertragssteuer gezahlt werden. Wird der Bitcoin länger als ein Jahr gehalten, wird diese Steuer hingegen nicht fällig.

Fazit

Ob sich der Kauf von Bitcoin lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab. Kurz- und mittelfristige Investitionen sind dabei erfolgsversprechender als langfristige Investitionen. Da der Wert der Kryptowährung sehr volatil ist, sollte vor einer Investition die globale gesamtwirtschaftliche Lage im Auge behalten werden. Der Hype ist jedoch keineswegs vorbei und bei einer guten wirtschaftlichen Entwicklung kann von einer weiterhin Kurssteigerung ausgegangen werden.

Warnhinweis: Der Bitcoin Kauf erfolgt auf eigene Gefahr. Dieser Artikel sollte lediglich eine Abschätzung der Lage darstellen.

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