Donnerstag, Juni 29, 2017
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Augenlasern als Alternative zur Brille – Wie weit ist die Technik?

Brillenträger kennen das nur zu gut: In einigen Situationen ist die Brille einfach nur störend. Wenn es regnet, wird die Sicht schlechter und bei manchen Sportarten ist die Brille so gut wie gar nicht zu gebrauchen, weil es einfach zu gefährlich ist. Kontaktlisten kann nicht jeder tragen, aus verschiedenen Gründen. Daher machen sich natürlich viele Menschen Gedanken darüber, ihre Augen Lasern zu lassen. Ein Leben ohne Brille und trotzdem gut sehen, ist der Wunsch von vielen. Das bedeutet im ersten Schritt meist lange zu sparen. LASIK, die gängige Laser-Operationstechnik, ist nicht gerade günstig und die Krankenkassen übernehmen die Kosten so gut wie nie. Wer den Wunsch nach der Laser OP hat, sollte sich vorab informieren. Es gibt verschiedene Punkte die dabei berücksichtigt werden sollten.

Nicht jedem Brillenträger kann durch eine Laser-OP geholfen werden

Brillenträgerin

(c)Bigstockphoto.com/114188363/Rangizzz

Es klingt einfach, wie der Verlauf der Operation ist. Dabei erfolgt eine Unterteilung in zwei Schritte. Zuerst muss die dünne obere Hornhautschicht präpariert werden, damit der Operateur an das Innere der Hornhaut gelangt. Dafür erfolgt eine Betäubung der Augen mit speziellen Augentropfen. Der Arzt setzt dann einen Schnitt und klappt die Hornhautlamelle wie einen Buchdeckel nach oben. Bei der normalen LASIK Methode wird ein Schneidegerät, das sogenannte Mikrokeratom, eingesetzt. Bei der Femto-LASIK kommt hingegen ein Femtolaser zum Einsatz. Der Excimer-Laser führt im Anschluss die eigentliche Operation durch. Innerhalb von ein paar Sekunden formt er die tiefer liegenden, schmerzunempfindlichen Hornhautschichten. Das Abtragen von Gewebe verändert dabei die Hornhautkrümmung und diese am Ende die Lichtbrechung im Auge so, dass man ohne Hlifsmittel scharf sehen kann. Zuletzt wird noch die Hornhautlamelle wieder zugeklappt und die OP ist beendet. Der „Deckel“ wirkt wie ein körpereigenes Pflaster. Das Ergebnis lässt nicht lange auf sich warten, der Patient soll nach sehr kurzer Zeit bereits die volle Sehkraft erreichen.

Wo operieren lassen?

Natürlich stellt sich für viele die Frage, wo sie die Operation am besten durchführen lassen sollen. Im Ausland gibt es oft günstigere Möglichkeiten, aber ist denen auch wirklich zu vertrauen? Hier kann ganz klar mit Ja geantwortet werden. Beispielsweise in Bratislava gibt es die Augenklinik Bratislava NeoVizia. Der weltbeste Femtosekundenlaser VisuMax von Carl Zeiss kommt hier für die OPs zum Einsatz und das Personal ist professionell geschult. Patienten können sich in der Klinik bestens aufgehoben und rundum perfekt betreut fühlen.

Wirklich alles so einfach?

Augenlasern

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Ohne Schmerzen, ohne Narkose und keine komplizierte Wundheilung, das klingt doch zu verlockend für alle Brillenträger. Es ist aber nicht ganz so einfach und nicht jeder Patient ist für die OP geeignet. Es müssen gewisse Kriterien erfüllt sein. Es darf kein krankhafter Augenbefund vorliegen, was bei der Voruntersuchung akrybisch untersucht wird. Die Hornhaut muss dick genug sein und je höher die Dioptriewerte sind, desto dicker muss die Hornhaut sein, damit entsprechend viel abgetragen werden kann. Nur sehr selten können Kurzsichtigkeiten von mehr als -9 Dioptrien mit dem Laser korrigiert werden. Dafür gibt es für solche Fälle alternative Methoden.

Erfüllt der Patient die Voraussetzung, kann die OP durchgeführt werden. Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es? Die häufigste Folge der Laser-Behandlung ist, dass die Tränenproduktion in den ersten Wochen nach der LASIK-OP gestört ist. Das führt zu trockenen Augen. In nur sehr seltenen Fällen kann die Trockenheit über mehrere Monate andauern. Nicht alle Operationen verlaufen ganz nach Plan; der weltweite Durchschnitt der erforderlichen Korrektur nach OP beträgt rund 10%. In einigen Fällen kann sich die Sicht viele Jahre später verändern, was dann eine erneute OP nach sich ziehen kann. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff kann es natürlich auch nach dem Augenlasern zu negativen Folgen kommen. In extrem seltenen Fällen können Narben mit irregulärem Astigmatismus entstehen. Das würde ggf. zu weiteren operativen Eingriffen führen bis hin zur dauernd schlechter Sicht. Die gute Nachricht ist jedoch, dass eine Erblindung beim Lasern praktisch ausgeschlossen ist.

Fazit

Die Laser OP kann das Leben erheblich erleichtern. Leider ist sie jedoch nicht immer für jeden Brillenträger gleich gut geeignet. Hochspezialisierte Kliniken sollten daher die Anlaufstelle für eine gründliche Abklärung sein. Wie bei jedem operativen Eingriff, bleibt ein kleines Restrisiko für Komplikationen, gleichwohl das Augenlasern heute sehr sicher geworden ist.

 

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